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Produktion

Für Fertigungsartikel entsteht der Kostenblick aus Produktstruktur, Komponenten, Produktionsschritten und Ressourcen. X-ERP übernimmt diese Werte in die Produktion.

Produktion: aus vielen Kosten einen belastbaren Herstellwert bilden

Ein Fertigungsartikel wird nicht zu einem plausiblen Preis, indem man nur einen Betrag einträgt. Sein Wert entsteht aus Komponenten, Produktionsschritten, Zeit und Ressourcen. X-ERP bildet diese Struktur im Artikel ab und übernimmt sie beim Erstellen eines Produktionsauftrags.

Welche Werte zusammenwirken

  • Produktionskomponenten: Material- und Zwischenartikel mit Mengenfaktor. Für die Bewertung verwendet X-ERP deren aktuellen Selbstkostenpreis geteilt durch die jeweilige Preiseinheit.
  • Produktionsschritte: Ordnen Tätigkeiten und ihre abhängigen Komponenten in die Reihenfolge der Fertigung ein.
  • Ressourcen: Maschinen oder Mitarbeiter mit hinterlegtem Satz; Standardressourcen werden in den Produktionsauftrag übernommen.
  • Produktionszeit: Zeitartikel und Mengenfaktoren machen Dauer und Kosten planbar.
  • Artikelkalkulation des Endprodukts: Beschaffungspreis, Faktor und Zuschläge verdichten die freigegebene Kostenbasis zum Selbstkostenpreis.

Der entscheidende Zeitpunkt

Beim Erstellen eines Produktionsauftrags übernimmt X-ERP die Kosten der Komponenten in die Produktionspositionen. Damit entsteht eine nachvollziehbare Kalkulationsbasis für diesen Auftrag. Spätere Änderungen am Komponentenstamm sollten Sie nicht mit einer bereits begonnenen Produktion vermischen; vergleichen Sie stattdessen Soll, aktuellen Wert und tatsächliche Kosten bewusst.

So prüfen Sie einen Fertigungsartikel

  1. Öffnen Sie die Produktstruktur und prüfen Sie jede Komponente samt Mengenfaktor.
  2. Kontrollieren Sie Produktionsschritte, abhängige Artikel und Standardressourcen.
  3. Prüfen Sie Selbstkosten und Preiseinheit aller Komponenten.
  4. Erstellen Sie einen Test-Produktionsauftrag.
  5. Vergleichen Sie geplante Mengen und Kosten mit der Artikelkalkulation des Endprodukts.
  6. Dokumentieren Sie, wann und durch wen die Kalkulation freigegeben wurde.

Prüfen Sie vor der Freigabe

  • Keine notwendige Komponente fehlt.
  • Mengenfaktoren und Preiseinheiten sind korrekt.
  • Ressourcen sind aktiv und besitzen einen plausiblen Satz.
  • Produktionszeit und Reihenfolge entsprechen dem tatsächlichen Ablauf.
  • Komponenten-Selbstkosten sind aktuell.
  • Ein Testauftrag zeigt vollständige Positionen und plausible Kosten.

Praxisnutzen

Eine belastbare Produktionskalkulation zeigt früh, ob Material, Zeit oder Ressourcen die Marge verändern. Damit wird Preismanagement zur Entscheidungshilfe – nicht zur nachträglichen Erklärung eines Verlusts.

Weiterführende Themen

  1. Für Fachanwender – Einzelne Module sicher und effizient einsetzen › Stammdaten › Artikel › Register-Tabs › Produktion
  2. Für Fachanwender – Einzelne Module sicher und effizient einsetzen › Stammdaten › Artikel › Register-Tabs › Produktionsschritt-Ressourcen
  3. Für Fachanwender – Einzelne Module sicher und effizient einsetzen › Stammdaten › Artikel › Register-Tabs › Produktionsschritt-Artikel
  4. Für Fachanwender – Einzelne Module sicher und effizient einsetzen › Stammdaten › Preismanagement › Artikel › Beschaffung

Häufige Fragen

Woher kommen die Komponentenkosten im Produktionsauftrag?

X-ERP übernimmt den aktuellen Selbstkostenpreis der Komponente unter Berücksichtigung ihrer Preiseinheit und des Mengenfaktors.

Warum muss ich Ressourcen prüfen?

Standardressourcen werden in den Produktionsauftrag übernommen. Ein falscher Satz oder eine falsche Zuordnung verzerrt die Kostenplanung.

Ändert ein neuer Komponentenpreis einen laufenden Auftrag automatisch?

Verlassen Sie sich darauf nicht. Der Auftrag übernimmt Werte bei seiner Erstellung; laufende Vorgänge sollten bewusst geprüft und nicht stillschweigend neu bewertet werden.