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Neubewertung

Die Neubewertung korrigiert den Beschaffungswert vorhandener Artikelbestände nachvollziehbar, ohne die physische Menge oder den Lagerort zu verändern.

Neubewertung: Wenn die Menge stimmt, aber der Wert nicht mehr passt

Eine Neubewertung korrigiert den Beschaffungswert vorhandener Artikelbestände, ohne die physische Menge oder den Lagerort zu verändern. Sie schafft einen klaren, prüfbaren Vorgang statt stiller Änderungen an einzelnen Stammdaten.

Wann Sie eine Neubewertung verwenden

  • Ein Beschaffungswert muss nach fachlicher Prüfung angepasst werden.
  • Wertminderungen, Korrekturen oder neue Bewertungsannahmen sollen dokumentiert werden.
  • Alte und neue Werte müssen mit ihrer Gesamtauswirkung nachvollziehbar gegenübergestellt werden.

Für fehlende Mengen ist die Bestandzählung, für einen anderen Lagerort die Lagerübertragung zuständig.

Neue Neubewertung anlegen

  1. Öffnen Sie den Desktop-Button Neubewertung auf dem Desktop Lagerung und wählen Sie Neu.
  2. Wählen Sie den verantwortlichen Inventurleiter beziehungsweise Mitarbeiter. Automatisch eingetragene wird der angemeldete Benutzer.
  3. Ergänzen Sie in Info Anlass, Freigabe oder interne Referenz.
  4. Wechseln Sie zu den Positionen und fügen Sie gezielt Artikel hinzu – oder übernehmen Sie bewusst alle Artikel.
  5. Erfassen Sie je Position den fachlich freigegebenen neuen Wert.

Felder und Summen verstehen

  • Neubewertungsnummer: Eindeutige Kennung des Vorgangs.
  • Erstellt am: Zeitpunkt der Anlage.
  • Inventurleiter: Verantwortliche Person für Vorbereitung und Prüfung.
  • Info: Begründung und Referenz für die Wertänderung.
  • Artikel, Name 1 und Name 2: Identifizieren die bewertete Position.
  • ME: Fachliche Mengeneinheit des Artikels.
  • Alter Wert: Bisher in X-ERP geführter Beschaffungspreis.
  • Neuer Wert: Von Ihnen vorgegebener Zielwert.
  • Differenz: Veränderung zwischen altem und neuem Wert.
  • Summe alter Wert / Summe neuer Wert / Differenz: Zeigen die Gesamtwirkung des Vorgangs.

Sicher prüfen und abschließen

  1. Vergleichen Sie jeden neuen Beschaffungswert mit der freigegebenen Berechnungs- oder Entscheidungsgrundlage.
  2. Entfernen Sie versehentlich aufgenommene oder doppelte Artikel.
  3. Prüfen Sie besonders große positive und negative Differenzen.
  4. Stimmen Sie die Gesamtdifferenz mit der fachlich erwarteten Auswirkung ab.
  5. Speichern Sie den Entwurf und klären Sie alle Validierungsmeldungen. Nach dem erfolgreichen Speichern ist der Vorgang nicht mehr änderbar.
  6. Dokumentieren Sie die Grundlage bei Bedarf als Info oder Anhang und prüfen Sie anschließend Auswertung und Bestandshistorie.
„Plausibel“ genügt bei Bestandswerten nicht. Der neue Wert muss fachlich begründet, freigegeben und in seiner Gesamtauswirkung verstanden sein.

Passende Vertiefungen

  • Lager
  • Bestandzählung (Inventur)
  • Lagerhistorie
  • Finanzwesen

Weiterführende Themen

  1. Für Fachanwender – Einzelne Module sicher und effizient einsetzen › Module › Lagern
  2. Für Fachanwender – Einzelne Module sicher und effizient einsetzen › Module › Lagern › Bestandzählung (Inventur)
  3. Für Fachanwender – Einzelne Module sicher und effizient einsetzen › Stammdaten › Artikel › Register-Tabs › Lagerhistorie
  4. Für Fachanwender – Einzelne Module sicher und effizient einsetzen › Module › Finanzwesen

Häufige Fragen

Verändert eine Neubewertung die Bestandsmenge?

Nein. Sie verändert den geführten Wert, während Menge und Lagerort unverändert bleiben.

Wann nutze ich stattdessen eine Inventur?

Wenn der physisch gezählte Bestand von der berechneten Menge abweicht. Die Inventur korrigiert Mengen, die Neubewertung Werte.

Was sollte vor dem Speichern geprüft werden?

Prüfen Sie jeden neuen Wert, auffällige Differenzen, doppelte Artikel und die Gesamtdifferenz des Vorgangs gegen die fachliche Freigabe.